
Heute mal was über Bylakuppe - die Bilder sind längst überfällig, zumal ja einige von euch mich bald besuchen kommen und ich schon viel davon geschwärmt habe bzw. mit euch gerne auch wieder dorthin fahre (obwohl ich gerade plane, in der ersten Oktoberwoche noch mal dort vorbeizuschauen, in der Nähe, in Madikeri, gibt es nämlich eine Organisation namens CEE, die uns was das Projekt betrifft hoffentlich weiterhelfen kann und anscheinend auch will).
Bylakuppe jedenfalls ist eine tibetische Siedlung. Das Gebiet, auf dem mehrere buddhistische Klöster verschiedener Richtungen verstreut sind, hat die indische Regierung den tibetischen Flüchtlingen in den 60ern und 70ern zur Verfügung gestellt, und jeder, der dort übernachten will, braucht ein besonderes Visum aus Delhi (was drei Monate dauert, also für meine Besucher nicht in Frage kommt - man kann aber auch ganz gut in Madikeri in der Nähe übernachten und nur tagsüber in den Klöstern vorbeitschauen). Das letzte Mal habe ich nur geschafft, ein Kloster zu besichtigen, nämlich das, in dem der Goldene Tempel steht: das Namdroling-Kloster.
Die Atmosphäre dort ist komplett anders als im Rest Indiens. (Zum Beispiel wird man nicht angestarrt, sondern freundlich angelächelt.) Man könnte ein Jahr allein dort verbringen, und die friedliche Stimmung genießen, gäbe es nicht noch sooo viel anderes zu tun und zu sehen.

Übrigens ist das Kloster ein reines Männerkloster. Frauen dürfen es zwar besuchen, aber ich bin mir nicht mal sicher, ob sie als Gäste über Nacht bleiben dürfen und als Nonnen erst gar nicht. Das Kloster ist mal wieder ein Beweis für die religiöse Vielfalt und spirituelle Offenheit dieses Landes, die ich so sehr schätze wie vielleicht keinen anderen Aspekt Indiens - außer vielleicht der wunderschönen Natur.
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