Thursday, July 31, 2008

Panjim


Panjim ist Goas Hauptstadt und man sieht überall den portugisischen Einfluss - vor allem natürlich an den Kirchen. Wir haben uns letztes Wochenende ein bisschen Luxus geleistet und mit dem Panjim Inn das teuerste Hotel der Stadt gebucht (umgerechnet nicht mal zehn Euro die Nacht). Dafür gabs sogar warme Duschen und ein Sitzklo - Luxus!



Oben: Gemma, Jorn, Ani und Maartje. Letztes Mal haben wir Motorroller gemietet, eine gute Möglichkeit auch die Strände in der Umgebung zu erkunden. Dabei dieses schöne Restaurant nahe Bega Beach gefunden. Sonntags hat in Panjim alles geschlossen, deshalb ist das ideal um einfach nur irgendwo zu relaxen. Jep. Und das werde ich auch dieses Wochenende wieder tun - allerdings in einer Billigunterkunft. Habe zwar nicht einmal drei Wochen aufgeholt mit den letzten Blogs, aber ihr bekommt einen Eindruck denke ich. Und - wollen mich jetzt noch mehr Leute besuchen kommen?

Jetzt kommen erst mal sechs Stunden Zugfahrt. Nicht immer in der besten Gesellschaft (sechs Stunden angestarrt werden kann nerven), aber wenn man Glück hat, wie auf diesem Foto, sogar mit einem Sitzplatz auf der Bank und nicht auf dem Boden - oder auf der Gepäckablage. Der Preis für eine Bahnfahrt sollte die DB nachdenklich machen: etwa 1,50 Euro kostet die Reise von Kundapur nach Panjim. Auf dem Foto unten ist übrigens Steffi zu sehen, wie Gemma auch meine Mitbewohnerin hier im FSL Staff-House.


Und die Bahnstrecke ist landschaftlich wunderschön: Blick auf Reisfelder und Palmen, Flüsse und Reisfelder, und Reisfelder...

Hampi


Hampi - eine der schönsten Kulturstädte Karnatakas. Es gibt mehr als 2000 Tempelruinen, war früher mal die Hauptstadt eines großen Hindu-Königreichs. Super Atmosphäre, vor allem auch hier in der Nebensaison. Nach drei Monaten in Indien nerven mich Touristen. Vor allem, wenn sie kulturell so unsensibel sind wie leider viele Leute in Hampi. Die meisten kommen geradewegs von Goa und denken, man kann in der Stadt so rumlaufen wie an Goas Stränden: heißt im Bikini. Ist aber noch immer eine Pilgerstadt, in die Leute aus der ganz Indien kommen, deshalb gibt so was ein dämliches Bild von westlichen Touristen ab. Es gibt in den Läden übrigens den gleichen Hippie-Kram und Souvenirs wie in Goa, nur billiger.


Und so macht man's richtig :-) Unsere nette Reisegruppe, bis auf Ani (links) alles Freiwillige von FSL, die mit mir angefangen haben und jetzt auch schon fast alle wieder zu Hause sind. Dass wir alle zur gleichen Zeit angekommen sind, hat uns schon sehr verbunden. Mit den meisten Leuten, die jetzt neu ankommen, werde ich nicht so warm. Obwohl es da natürlich auch hin und wieder ganz nette gibt. Die Leute auf dem Foto sind übrigens aus Deutschland, Niederlanden, Spanien und Japan.


Es gibt in Hampi auch einen Hanuman-Tempel. Hanuman ist der hinduistische Affengott, der eine besondere Bedeutung für Hampi hat. In dem Tempel rennen überall Affen rum. War aber selbst nicht drin, der hier saß irgendwo anders rum. Wir haben eine geführte Radtour durch Hampi mit einem tollen Guide gemacht. Aber an nur einem Wochenende kann man kaum genug von der Stadt sehen. Eigentlich müsste man mindestens vier Tage bleiben. Hier ein paar Tempel- und Ruinen-Eindrücke.




Shanti Guesthouse (unten) ist übrigens der beste Platz, um in Hampi zu übernachten. Und das Mango Tree Restaurant der beste Platz, um zu essen, denn man hat einen wunderschönen Blick auf den Fluss und die gigantischen Granitfelsen, die die Landschaft so einzigartig machen. Na, das Bilder hochladen dauert heute extrem lange. Deshalb kommt jetzt nur noch ein Eintrag für heute: Panjim. Weil ich da heute - genauer in sechs Stunden - auch wieder übers Wochenende hinfahre.

Palolem


Zwei Wochenenden haben wir in Palolem verbracht. Das ist nur etwa vier Stunden mit dem Zug von hier entfernt. Puderzucker-Sandstrände und dieses wunderbare Strandcafe, direkt am Meer namens "Cuba". Vor ein paar Wochen war das Wetter noch richtig gut, jetzt hat der Monsun hier voll eingesetzt und es regnet tagaus tagein. Wie das der Monsun halt so macht.

Jep, die dürfen das. Die dürfen so gut wie alles.

Ich sag ja... Puderzucker....
Das ist das Gute an der Nebensaison: Es gibt zwar nicht mehr so viele Shopping-Möglichkeiten, weil die meisten Händler nur für die Hauptsaison kommen und eigentlich in anderen Teilen Indiens leben, dafür aber auch so gut wie gar keine westlichen Touris. Einige indische, weil sich die meisten Goa zur Hauptsaison halt nicht leisten können. Die Hotelzimmer sind mit zwei, drei Euro pro Nacht superbillig, und in den Shops, die noch offen haben, gibt es alles zum halben Preis. Das heißt im Vergleich zum Rest Indiens immer noch zu teuren Preisen, aber für europäische Verhältnisse spottbillig.

Annika auf der Palme...


Es geht immer noch ein bisschen kitschiger.

Und plötzlich sind drei Monate vorbei...

Ihr habt lange nichts Neues gehört. Und ich habe jetzt zwei Monate nachzuholen, in denen unglaublich viel geschehen ist. Mein Laptop hat zwischendurch gestreikt, funktioniert aber inzwischen wieder, jetzt haben wir zu Hause sogar Wireless-Lan, und deshalb gibt's nun die drei Monate im Zeitraffer, vor allem in Bildern, weil ich die Nacht durchgemacht habe, um Emails zu beantworten und jetzt nicht mehr so viel Energie übrig habe. Was ist passiert in den letzten Wochen? Vor allem Reisen, Reisen, Reisen. Hier ein paar Eindrücke für euch. Weil ich nicht mehr genau weiß, wann was war und das eigentlich auch keine große Rolle spielt, fange ich mal mit Goa an.