Was für Mr. Kamath ganz besonders ist: Er baut viele kleine Details ein in seine Kunst, die diese weiterentwickeln, ohne dabei die Tradition zu verändern. Zum Beispiel lässt er seine Puppen auch die Münder und Augen bewegen, hat auf Anregung eines japanischen Marionettenspielers (Mr. Kamath reist durch die ganze Welt und hatte auch schon Auftritte in Deutschland) eine Marionetten-Spinne entwickelt und hat eine Hanuman-Puppe hergestellt, die ihre Arme verlängern kann.
Außerdem hat er eine Marionette gemacht, anhand derer er auf das Problem Klimawandel aufmerksam macht. Dabei erscheinen aus einem Marionetten-Globus Skelett-Arme und ein Totenkopf. Außerdem möchte er ein Projekt "teaching by puppets" starten, bei dem er Kindern aus ärmeren Schichten anhand von Marionetten das Alphabet beibringt. Toll, der Mann, oder? Ich jedenfalls bin ein großer Fan von ihm geworden, weil er einer der wenigen Inder mit Visionen ist, die ich bisher getroffen habe.
Mr. Kamaths Traum ist es, ein Zentrum für Yakshagana-Marionettenspiel zu errichten, in dem die Kunst erlernt, gezeigt und darüber geforscht werden kann. Unser Traum wiederum ist es, ihm dabei durch Ökotourismus zu helfen, damit diese wundervolle Kunstform nicht ausstirbt. Mr. Kamath hat es übrigens nicht leicht. Seine Kunst wird zwar von der Regierung immer mal wieder mit einem Award ausgezeichnet, finanziell unterstützt wird er aber nicht.
Hier könnt ihr ein kleines Video von einem Auftritt sehen, den er im Rahmen eines Programms gegeben hat, das FSL gestaltet hat (JCs, mehr Fotos sind online auf facebook):